Weiter zum Inhalt

Es ist soweit, Mühlacker ist faire Stadt


September 2013: Mühlacker erfüllt die Kriterien als Fairtrade Stadt und darf sich künftig als 188. Fairtrade-Stadt in Deutschland auch so nennen. Dies hatte die Prüfungskommission der Kampagne Fairtrade Towns Herrn Oberbürgermeister Schneider mitgeteilt. Am 20.09.2013 war es dann soweit, in einem öffentlichn Festakt erfolgte die Ernennung durch Frau Maike Schliebs von fairtrade Deutschland mit den Worten: „Mühlacker ist in guter Gesellschaft und stellt sich heute in eine Reihe mit Städten wie London, Rom, Madrid, San Franzisco und Paris„. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. In zwei Jahren wird übrigens der Status überprüft, d.h. werden die Kriterien noch und weiterhin erfüllt.

Aktivitäten zur „fairen Stadt“


Mai 2011: Vortrag der Bundestagsabgeordneten von Bündnis90/Die Grünen Ute Koczy im „Scharfen Eck“ zum fairen Handel und der Marktmacht der Kommunen mit anschließender Diskussion. Frau Koczy führte aus, dass Kommunen mit einem Auftragsvolumen von 250 Milliarden Euro eine große Marktmacht haben, wobei 20% davon problemlos fair gehandelt sein könnten. Aktuell sind es allerdings erst 2-3%.

4.Mai 2011: Die Steuerungsgruppe zur Zertifizierung Mühlackers als so genannte Fairtrade-Stadt mit Vertretern von Arbeitskreis Eine Welt, Kirchengemeinden, Stadtverwaltung und Gemeinderatsfraktionen hat die nächsten und somit auch letzten Schritte auf dem Weg zur Antragsstellung beschlossen. Zu den nun noch beschlossenen Maßnahmen gehört u.a. die Kontaktaufnahme mit den Mühlacker Industriebetrieben, um dort zu erreichen, dass in deren Kantinen mindestens jeweils zwei fair gehandelte Produkte in das Sortiment aufgenommen und angeboten werden, also beispielsweise Kaffee und Orangensaft. In diesem Zusammenhang wird auch der GHV angesprochen werden, damit die dortigen Mitglieder ebenfalls faire Waren an ihre Mitarbeiter anbieten. Die Palette geht hierbei vom Kaffee, Tee und Säfte bis hin zu Schoko- und Müsliriegel oder auch Nüsse und Chips. Außerdem wird überlegt, wie man den teilnehmenden Firmen, Läden und Gastronomiebetrieben die Bestellung und den Bezug der fair gehandelten Waren erleichtern kann, damit dort kein zusätzlicher Aufwand entsteht. Auch sollen Mühlacker Vereine angesprochen und gebeten werden, sich der Aktion anzuschließen, indem sie sich beispielsweise mit ihrem Nachwuchs in den Jugendgruppen mit dem Thema befassen.
Schließlich soll es dann am 23. Juli während des Wochenmarktes ein weiteres öffentliches faires Frühstück geben, zu welchem jetzt schon herzlich eingeladen wird.
Die nächste Sitzung der Steuerungsgruppe, bei der weitere engagierte Menschen willkommen sind, ist am 8. Juni um 18.30 Uhr im LMU-Fraktionszimmer im Rathaus.

23.März 2011: Im Rathaus haben sich Interessierte und OB Schneider zur Konstituierung der Steuerungsgruppe getroffen. Zur Einführung hat Sonngard Dohrn aus Kirchheim/Teck über ihre Erfahrungen im Prozess der Zertifizierung referiert, Kirchheim/Teck war erst im letzten Jahr zur Fairtrade-Stadt ernannt worden. Für die Steuerungsgruppe konnten, wie gefordert, Personen aus den Bereichen „Eine Welt“, Kirchen, Vereine, Schulen und Verwaltung gewonnen werden. Mitglieder der Steuerungsgruppe sind Rita Klöble, Joachim Stretz, Frank-Ulrich Seemann (Vereine, alle LMU), Rita Rapp (Schulen, SPD), Matthias Trück („Eine Welt“, CDU), Dorothea Brandauer (Stadtverwaltung), Ulrike Wegener (Kirchen) und Christian Amann (SEZ, Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit)

24. Februar 2011: Der LMU-Vorstand hat in seiner  Sitzung  einstimmig beschlossen,
„…künftig und beginnend mit heute bei unseren Vorstandstreffen soweit als möglich nur noch fair gehandelte Getränke und Kekse o.ä. auf den Tisch zu bringen. Dies zumindest, solange diese Treffen im privaten Bereich abgehalten werden. Angestrebt wird, mittelfristig auch die Wahl anderer Veranstaltungsorte an diesem Beschluss zu orientieren“.
Zwar wurde dies bei den letzten Sitzungen auch schon so praktiziert, jetzt jedoch haben wir uns im Sinne unseres Jahresmottos per Beschluss dieses auferlegt.
Wir wünschen uns, dass andere Vereine unserem Beispiel folgen werden!

30. Januar 2011: Der Neujahrsempfang stand ganz im Zeichen unseres Mottos und fand großes Interesse.

Der Weltladen, denn’s Biomarkt und der Naturkostladen Grünes Blatt beteiligten sich und präsentierten ihre ökologisch und fair gehandelten Produkte.
Im Nachgang die Redebeiträge von Ulrike Fuchs und von Frank-Ulrich Seemann.

Januar 2011: Nachdem der Gemeinderat den Beschluss gefasst hat, sich um den Titel faire Stadt zu bewerben, müssen nun die von der Kampagne aufgestellten 5 Kriterien erfüllt werden. Als erstes geht es um die Gründung einer Steuerungsgruppe, in der möglichst Personen aus Verwaltung, Einzelhandel, Weltladen, Kirchen, Vereinen, Schulen und Medien vertreten sein sollen. Interessierte dürfen sich gerne bei allen VertreterInnen der LMU melden.

22.September 2010 Vorstand und Mitgliederversammlung von „Liste Mensch und Umwelt“ haben sich bei ihrer Sitzung darauf festgelegt, dass das Jahr 2011 gänzlich unter dem Motto „Die faire Stadt“ stehen soll. Begleitet wird dieses Motto von mehreren Aktionen und kommunalpolitischen Initiativen im Gemeinderat.
Beim Neujahrsempfang am 30. Januar 2011 im Kleinen Saal des Mühlehof wird die Grünen-Landtagsabgeordnete Dr. Gisela Splett zum Thema „Die faire Stadt“ referieren. Unterstützt werden wir hierbei vom Weltladen Mühlacker, dem Naturkostwarengeschäft „Grünes Blatt“ und weiteren Einzelhändlern, die einen nennenswerten Anteil fair gehandelter Produkte in ihrem Sortiment führen. Eine Ausstellung zum Thema rundet das Ganze ab. Die Bewirtung wird ausschließlich mit fair gehandelten Lebensmitteln zubereitet.
Die LMU-Fraktion wird zeitnah Anträge zur fairen und ökologischen Auftragsvergabe durch die Kommune formulieren. Zum Einstieg in das Thema werden wir uns bei der nächsten Mitgliederversammlung am 1. Dezember mit Frau Ellen de Witte vom Rechnungsprüfungsamt hierüber austauschen. Sie hat bereits erste positive Erfahrungen bei der Auftragsvergabe unter Berücksichtigung ökologischer und fairer Grundsätze in Mühlacker sammeln können.
Als weiteres und wichtigstes Vorhaben des kommenden Jahres jedoch sehen wir eine Initiative von unserer Seite, die darauf abzielt, dass sich die Stadt darum bemühen soll, im Jahr 2011 die Zertifizierung als Fairtrade-Stadt zu erhalten. Bis zur Antragsstellung ist ein mehrstufiger Prozess innerhalb und außerhalb der Verwaltung zu durchlaufen. Zahlreiche Stellen sind zu beteiligen, so z.B. die Gastronomie, der Einzelhandel, Schulen, Kirchen und Vereine. Bei erfolgreichem Abschluss winkt die Zertifizierung, die der Stadt dann schon eine herausragende Stellung verleiht. Dies sehen wir besonders vor dem Hintergrund des geplanten Grünprojektes 2015, der damit verbundenen Werbekampagne und dem Image der Stadt als sehr wichtigen Beitrag zum Gelingen des Vorhabens „Grünprojekt“ an.